Die Grenzen vom Raspberry Pi und ein neuer Mediaserver

Eines vorweg, der Raspberry Pi ist eine absolut geniale und feine Sache! Ich habe ihn jetzt für ein paar Tage als UPNP Mediaserver mit raspbian und minidlna verwendet und war zufrieden bis... Ja, bis der Moment gekommen ist, wo ich FullHD Material übertragen wollte oder mehr wie zwei Clients zeitgleich auf den minidlna zugegriffen haben. Es kam zu ruckeln oder sogar zu einem Abbruch der Übertragung. Der Grund liegt im Design vom Raspberry Pi. Wenn ich nicht komplett falsch liege, dann ist neben den zwei USB-Ports auf die 100 MBit/s Netzwerkkarte mittels USB intern angebunden. Man kommt hier dann technisch sehr schnell an die Grenzen und bei Übertragungen von 8 MiByte/s im Maximum kann man das bei FullHD Übertragungen dann vergessen. Selbst wenn ich die Aufnahmen vorher auf SD herunter rechne und dann auf der USB Platte am Raspberry Pi ablege, bringt dies nur solange etwas, wie nicht mehr wie zwei Clients darauf zugreifen. Gerade jetzt in den Ferien kommt es durchaus vor, dass meine Frau einen Film sehen will, meine Tochter Musik anhört, ich was am Übertragen bin weil eine weitere Fernsehaufnahme fertig ist und mein Sohn durch die Medienbibliothek springt um sich einen Überblick zu verschaffen. Das ist dann der Moment, wo man einfach einsehen muss, dass der Raspberry Pi für solche Zwecke definitiv nicht gedacht ist. Den Job hat jetzt mein alter Atom 330, mit 2 GB Hauptspeicher, einer 120 GB SSD als Bootmedium und einer 2 TB Festplatte als Datenmedium übernommen. Er hat genug Leistung um die obigen Aufgaben zu übernehmen und zusätzlich noch die eingebaute DVB-S2 Karte anzusteuern und mittels VDR hier entweder das gewählte Fernsehprogramm aufzunehmen, oder an einen oder mehrere Maschinen zu übertragen. Somit habe ich einen weiteren Schritt hin zu meiner persönlichen Ziellösung gemacht, welche mehrere DVB-S2 Karten ansteuern und das Fernsehprogramm zentral verteilen kann. Dies würde es mir ermöglichen hier zusätzliche Funktionen bereit zu stellen und die Einschränkungen mancher Fernseher umgehen zu können. Weiterhin käme dazu, dass man relativ einfache Fernseher nur noch kaufen muss, welche den gesamten teuren DVB-S2 Schnickschnack nicht mehr selbst mitbringen müssen. Und der alte Röhrenfernseher im Spielzimmer der Kinder, könnte mittels des jetzt freigewordenen Raspberry Pi sogar noch länger seinen Platz behalten.